Mastodon – Das dezentrale soziale Netzwerk

Das Problem der meisten großen sozialen Netzwerke ist, dass Meinungen, die nicht mit den Vorstellungen der Betreiber übereinstimmen, gerne mal zensiert werden. Außerdem werden jede Menge Daten über die User des Netzwerks gesammelt ohne das man selbst darüber Kontrolle hat. Manchmal geht es sogar soweit, dass diese Daten an Werbefirmen verkauft werden, um angeblich bessere Werbung zeigen zu können. Mastodon will diese Probleme beheben und ein soziales Netzwerk aufbauen, welches offen für alle Meinungen, unabhängig und frei von Werbung ist.

Aufbau

Im Gegensatz zu normalen sozialen Netzwerken ist Mastodon dezentral aufgebaut. Das heißt, dass es nicht nur einen Mastodon-Server gibt, sondern beliebig viele. Diese einzelnen Server können sich auf Sprachen oder Themengebiete spezialisieren, um den Nutzern nur zu zeigen, was sie auch wirklich interessiert.

Um sich nicht für verschiedene Mastodon-Server registrieren zu müssen, gibt es ein zentrales Account-System. Über dieses System ist auch die Kommunikation über verschiedene Instanzen des Netzwerks möglich, ohne das die Kommunikationspartner auf dem selben Server registriert sein müssen.

Funktionen

Mastodon ist ein sogenannter Mikroblogging-Dienst, ähnlich wie Twitter. Die Länge einer Nachricht ist auf 500 Zeichen begrenzt und alle Posts werden, im Gegensatz zu vielen anderen Netzwerken, chronologisch dargestellt und nicht nach potentiellem Interesse eines Benutzers an den Inhalten. So gibt es auch keine Möglichkeit für Unternehmen, sich in die Timeline zu „kaufen“, das ganze Netzwerk ist auf einen Betrieb komplett ohne Werbung ausgelegt. Neben dem öffentlichen Teilen von Inhalten lassen sich auch private Nachrichten verschicken. Außerdem sind Gruppenchats möglich.

Inhalte

Trotz der Unabhängigkeit und Meinungsfreiheit der Plattform hat man sich Gedanken über die Moderation von beleidigenden oder illegalen Inhalten gemacht. Neben Filterlisten, mit der man bestimmte Wörter ausschließen kann, gibt es in jeder Server-Instanz viele Moderatoren welche sich um durch Benutzer gemeldete Inhalte kümmern. Die Kriterien für die Sperrung eines Beitrags beziehungsweise den Auschluss eines Benutzers von der Plattform werden vom jeweiligen Server-Administrator festgelegt. So können sich Netzwerke mit mehr oder weniger offenen Communities bilden.

Fazit

Das Konzept hinter Mastodon macht es möglich, dass ein großes soziales Netzwerk gebildet kann welches aber durch die Dezentralisierung der einzelnen Server-Einheiten unabhängig von einzelnen Personen oder Meinungen bleibt. Selbst wenn ein Administrator einer großen Einheit plötzlich seine Meinung ändert besteht immer noch die Möglichkeit, die User-Accounts auf eine andere, unabhängige Einheit zu transferieren.

Titelbild: joinmastodon.org

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