Fernsteuerung – Den PC von unterwegs kontrollieren

Oft genug kommt es vor, dass man gerade unterwegs ist und Zugriff auf den heimischen PC benötigt. Ganz egal ob man schnell etwas in einem Dokument nachsehen muss, jemandem den man gerade getroffen hat etwas zeigen will oder den Fortschritt eines Downloads überprüfen möchte. Ohne spezielle Einrichtung des PCs kann man den Fernzugriff vergessen. Dies ist zwar aus Sicherheitsgründen für die meisten Anwender sinnvoll, doch es gibt neben den bereits angesprochenen Fällen viele Gründe, warum man sich einen Fernzugriff auf seinen Rechner einrichten sollte. Wir haben uns zwei verschiedene Möglichkeiten angeschaut, wie man eine sichere Verbindung auf einen Computer aus der Ferne aufbauen kann.

TeamViewer

Ursprünglich wurde TeamViewer für den Remote-Support, also die Hilfe bei Computerproblemen direkt über das Internet, entwickelt. Mittlerweile kann man mit der Software aber auch einen unbeaufsichtigten Zugriffsmodus einstellen, der sich für den Fernzugriff eignet. Dies muss allerdings bei der Installation oder in den Einstellungen explizit aktiviert werden.

TeamViewer Hauptbildschirm

Hat man die Software eingerichtet, so kann man sich mit der angezeigten Benutzer-ID und dem Kennwort von einem anderen Gerät aus einloggen. Man sollte darauf achten, dass niemand an diese Daten kommt, da sonst die Gefahr besteht, dass ein fremder Zugriff auf die eigenen Dateien bekommt. Im Notfall lässt sich dass Kennwort zurücksetzen.

Neben dem Fernzugriff lassen sich auch Dateien übertragen. Die Erstellung eines Accounts bei TeamViewer ist optional, ermöglicht aber weitere Features wie eine Geräteliste und eine Freigabefunktion, um Bildschirminhalte zu teilen. Es sind Apps für Android, iOS und Windows Phone verfügbar. Außerdem läuft der Desktop-Client sowohl auf Windows, macOS, Linux aber auch auf ChromeOS. Die Software ist für die private Nutzung kostenlos, für die kommerzielle Nutzung wird eine Lizenz fällig.

Windows Remote Desktop

Einstellungen des Windows Remotedesktops

Eine in Windows eingebaute Lösung für den Fernzugriff ist Windows Remote Desktop. Allerdings lässt sich nur auf Systeme zugreifen, auf denen eine „Pro“-Version von Windows läuft (Windows 7 Professional, Windows 8(.1)/10 Pro). Zwar gibt es freie Implementationen des Protokolls welche den Zugriff auf „Home“-Versionen ermöglicht, dies liegt aber außerhalb des Umfangs dieses Beitrags.

Windows Remotedesktopverbindung

Aktivierbar ist der Fernzugriff in der Systemsteuerung unter Systemsteuerung > System und Sicherheit > System > Remoteeinstellungen > Remotedesktop. Dort lässt sich auch auswählen, welche Benutzer des Computers den Fernzugriff verwenden dürfen. Der eigentliche Zugriff erfolgt dann über das in jeder Windows-Version enthaltene Programm „Remotedesktopverbindung“ oder über die entsprechende App von Microsoft, die auf allen großen Mobil-Betriebssystemen verfügbar ist.

Problem bei der Lösung ist, dass sich der Server und der Client entweder im selben lokalen Netzwerk befinden müssen, oder entsprechende Ports (3389, 3390) auf Router-Ebene freigegeben werden müssen. Dies kann ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die sichere Variante ist die Verbindung über ein VPN (Virtual Private Network). Hierfür sind aber zusätzliche Netzwerk-Einstellungen in Windows vorzunehmen.

Fazit

Neben den genannten Möglichkeiten gibt es natürlich noch weitere Programme und Protokolle für den Fernzugriff wie zum Beispiel VNC. Für den alltäglichen Betrieb sind die genannten Lösungen jedoch am einfachsten und bieten auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Trotzdem ist anzumerken, dass alleine die Möglichkeit, auf den eigenen PC aus dem Internet heraus zugreifen zu können, ein Sicherheitsrisiko darstellt und man daher mit seinen Verbindungsdaten besonders vorsichtig umgehen sollte. Man muss für sich selbst entscheiden, ob der erlangte Komfort des einfachen Fernzugriff das Risiko wert ist oder nicht.

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