Tipps für den Bau von Low-Budget-PC’s

Nicht immer hat man viel Geld parat um sich den neuesten Gaming-PC mit den besten Komponenten zu leisten. Besonders als Schüler oder Student ist man vom Budget her sehr begrenzt und muss zusehen wie man sich für wenig Geld einen möglichst schnellen Rechner zusammenbaut den man dann fürs Arbeiten und für das ein oder andere Spiel verwenden kann. Wir geben euch Tipps für den Kauf von Hardware, welche Hardware man braucht und zeigen euch, wie viel Geld ihr für was ausgeben solltet.

Was sind die Anforderungen?

Vor dem Kauf sollte man sich genau überlegen, was man eigentlich braucht. Denn das Geld ist knapp und die Möglichkeiten vielfältig. Man sollte also im vorherein genau darüber nachdenken, wofür man das System einsetzen wird und welche Komponenten dafür gebraucht werden und welche nicht. Will man etwa den PC hauptsächlich zum Surfen und zum Schreiben verwenden, reicht ein schwacher Prozessor und wenig Arbeitsspeicher, dafür kann man aber eine schnellere Festplatte verwenden. Will man Fotos und Videos bearbeiten muss der Prozessor mehr arbeiten und man braucht eventuell auch mehr Speicher. Dafür muss man dann an anderen Stellen Abstriche machen.

Der optimale Prozessor

Das Herzstück eines jeden PC’s ist die Central Processing Unit, die CPU. Ohne sie läuft auf dem System gar nichts. Oftmals wird bei der Zusammenstellung eines Computers die eigentlich benötigte Prozessorleistung überschätzt und man hat mehr Leistung zur Verfügung als jemals gebraucht wird. So kann es sogar so höherem Stromverbrauch des Systems kommen, da eine stärkere CPU auch mehr Strum benötigt und meistens auch mehr Abwärme produziert. Deswegen gilt auch hier wieder: Genau überlegen für was das System gebraucht wird.

Will man nur im Internet surfen, Office-Aufgaben erledigen und das ein oder andere kleine Spiel spielen, dann reicht eine Dual-Core CPU vollkommen aus. Will man etwas aufwändigere Spiele spielen und auch mal ein Video schneiden, dann kommt man um einen Vierkerner nicht herum. Nur wenn man sich absolut sicher ist, dass man unbedingt mehr Leistung braucht, sollte man zu einem Achtkerner greifen. Hierbei muss aber die bereits angesprochene Abwärme beachtet werden, die schnell dazu führt, dass man einen besseren CPU-Kühler braucht. Dies sollte man bei seiner Budget-Planung beachten.

Die CPU – Herzstück eines jeden Computers

„Geheimtipp“ bei der Preis/Leistung ist die AMD FX Prozessorreihe die zwar schon in die Jahre gekommen ist, aber noch exzellente Dienste leistet. Problem dabei ist, dass die CPU’s deutlich mehr Strom verbrauchen als ein aktueller Intel Core oder AMD Ryzen Chip. Wenn man aber viel Leistung für wenig Geld braucht ist die Prozessorreihe absolut zu empfehlen.

Wie viel Arbeitsspeicher braucht man

RAM-Chips auf einem Speichermodul

Die Frage nach der „richtigen“ Menge an Arbeitsspeicher wird so oft gestellt, dass wir sogar einen eigenen Beitrag darüber geschrieben haben. Die Mindestmenge, die ein aktuelles System haben sollte sind 4 GB. Damit kann man alle alltäglichen Aufgaben wie Textverarbeitung, Präsentationen und Web-Browsing lösen. Sogar Gaming ist möglich, wenn die Spiele dem System nicht allzu viel abverlangen. Das kommt aber immer auf den Einzelfall an. Will man auf Nummer sicher gehen, sollte man zu 8 GB Speicher greifen. Damit ist das Spielen fast aller aktuellen Titel möglich, solange die restliche Hardware geeignet ist. Mehr Arbeitsspeicher braucht man nur im Ausnahmefall, zum Beispiel wenn man viel virtualisieren möchte.

SSD als Performance-Boost

SSD’s können wahre Wunder wirken wenn es darum geht, ein älteres System wieder flott zu machen. Durch die Flash-Technologie werden die Zugriffszeiten gesenkt, was das System deutlich flotter macht. Außerdem werden Programme schneller geladen, es zu kommt zu weniger Hängern und das ganze System fühlt sich „wie neu“ an. Doch ein SSD-Upgrade kommt nicht ohne Kosten. So kostet eine 120 GB-Platte aktuell etwa um die 70 Euro. Das ist auch die minimale Kapazität, für die man sich entscheiden sollte. Denn mit weniger Speicher kommt man mit installiertem Windows und ein paar Programm schnell an Grenzen. Wenn man also noch ein paar Euro übrig hat dann sollte eine SSD definitiv mit im Warenkorb sein.

So kommt man günstig an Hardware

Natürlich muss man die gewünschte Hardware dann auch bekommen. Dazu gibt es verschiedene Wege. Früher wäre man womöglich in den Einzelhandel gegangen. Doch dort gibt es besonders im Bereich PC-Komponenten nur sehr geringe Auswahl und die angebotenen Produkte sind oft auch recht teuer. Die Lösung dafür liegt online. Neben verschiedenen spezialisierten Portalen wie etwa Alternate und Mindfactory gibt es oft auch Hardware-Schnäppchen auf Amazon. Außerdem gibt es jede Menge Preisvergleichs-Seiten für die Suche nach dem günstigsten Preis. Nur auf die Versandkosten sollte man auspassen.

Was aber wenn man ein wirklich enges Budget hat und mit dem verfügbaren Geld keine vernünftige Konfiguration zu kaufen ist? Die Antwort darauf lautet gebrauchte Hardware. Auf Portalen wie Ebay Kleinanzeigen findet man oft Angebote ältere Hardware in der Nähe, die für das System noch genug Leistung hat und deutlich unter dem Ladenpreis liegt. Manchmal findet man sogar gesamte Systeme, die man dann weiter aufrüsten kann. Auch im „großen“ Ebay findet man viel Hardware, hier muss man aber den Versand sowie die Händlerpreise mit einrechnen.

Hat man ein gutes Angebot gefunden sollte man nicht blind zuschlagen sondern erst einmal die Beschreibung und das Kleingedruckte aufmerksam lesen. Denn nicht selten hat man es mit Betrügern zu tun, die einem defekte Hardware als funktionieren verkaufen wollen, und bei vielen Angeboten wird das Rückgabe- und Garantierecht extra ausgeschlossen, da es sich um einen Privatverkauf handelt. Bei Selbstabholung kann man eventuell fragen, ob man das Teil oder das System testen kann.

Fazit: Es kommt auf den Einzelfall an

Die Zusammenstellung der Hardware-Komponenten kommt wie im ersten Abschnitt beschrieben ganz auf die Anforderungen an das System an. Will man neben etwas Arbeit das System auch zum Gaming benutzen sollte man sich einen größeren Teil des Budgets für die Grafikkarte aufheben. Will man mehr kreative Aufgaben auf dem System erledigen, empfiehlt sich ein besserer Prozessor sowie mehr Arbeitsspeicher. Da man so eine Entscheidung nur für den Einzelfall festlegen kann, sollte man mehrere Konfigurationen durchprobieren. Ein gutes Hilfsmittel dabei ist der PcPartPicker, mit dem man sich schnell verschiedene Systeme zusammenklicken kann und auch sieht, was kompatibel ist. Gerne könnt ihr auch Fragen bezüglich eines speziellen Systems in die Kommentare schreiben.

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2 Kommentare

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