Windows 10: Was ist neu im Creators Update (Build 15063)

Seit dem Release von Windows 10 im Juli 2015 hat des Betriebssystem bereits ein großes Update bekommen, nämlich das Anniversary Update im Juli des letzten Jahres. Nun folgt das zweite große Update von Microsoft, das Creators Update. Dies soll die Möglichkeiten und den Workflow für Aufgaben wie Bild- und Videobearbeitung erweitern, hat aber auch einige interessante Änderungen für Gamer und nicht zuletzt auch für den normalen Endanwender an Bord.

Das Upgrade auf die neue Version 1703 verläuft wie üblich über das eingebaute Windows Update und nimmt in etwa zwei Stunden in Anspruch. Es kann allerdings sein, dass das Upgrade nicht gleich am Releasetag, dem 11. April, verfügbar ist. In diesem Fall stehen manuelle Upgrademöglichkeiten zur Verfügung, mit dem man die Aktualisierung manuell durchführen kann. Nach dem Upgrade landet man zuerst in einem Assistenten, der (wieder mal) versucht sämtliche Datenschutzeinstellungen zurück zu setzten. Deshalb sollte man darauf achten, welche Einstellungen man aktiviert haben möchte und welche nicht.

Neue Optionen bei den Notizen des Edge-Browsers

Ist der Assistent durchlaufen, wird man auf seinem Desktop von einem Edge-Fenster begrüßt, in dem einige neue Features des Browsers vorgestellt werden. Zu den neuen Features zählt unter anderem die Möglichkeit, Tabs für später zu speichern. Diese Funktion speichert leider nur die Adressen der besuchten Webseiten und nicht die Änderungen daran. So ist es beispielsweise nicht möglich, die Eingaben eines Formulars zu speichern um später weiter zu arbeiten. Schade eigentlich, denn so ein Feature fehlt den anderen großen Browsern und hätte sicherlich einige Anwender gehabt. Weiterhin ist ein neuer Lesemodus vorhanden und die Integration in Microsoft OneNote wurde verbessert.

Anpassungen hat es auch an den Einstellungen gegeben. So wurden weitere Teile der alten Systemsteuerung verschoben und die App hat ein neues Layout erhalten. In diesem werden jetzt in einer Seitenspalte an der rechten Seite weitere Informationen und Hilfelinks zu den entsprechenden Optionen eingeblendet und es gibt die Möglichkeit, Feedback abzugeben. Weiterhin wurden die Personalisierungsoptionen erweitert. Die Farben der einzelnen Elemente kann jetzt separat bestimmt werden und es lassen sich Voreinstellungen, die in etwa wie die Designs von Windows 7 funktionieren, erstellen.

Windows Defender Security Center

Auch für die Sicherheit der Nutzer setzt sich Microsoft mehr ein. So gibt es das „Windows Defender Security Center“. In diesem erhält man eine Übersicht über den aktuellen Sicherheits-Status des Computers und kann im Falle eines Problems dieses schnell ermitteln und beheben. Außerdem umfasst das Security Center Anzeigen zu eventuellen Performanceproblemen und erlaubt eine Anpassung der Familienoptionen. Diese sind ebenfalls neu unf funktionieren wie eine art Kindersicherung. So lassen sich für lokale Accounts Sperrzeiten und White- bzw. Blacklists für Programme erstellen.

Dreidimensionales Arbeiten in Paint 3D

Neu im Lieferumfang des Betriebssystems ist die App „Paint 3D“. Diese ist ein Nachfolger des Klassikers Paint, welcher seit dem ersten Release von Windows mit dabei ist und seit dem kaum Änderungen erhielt (Einzig das Layout wurde mit Windows 7 angepasst). Wie der Name schon sagt, sind jetzt auch Zeichnungen im dreidimensionalen Raum möglich. Dies wird durch eine Palette an Objekten, welche im Raum gedreht und verschoben werden können, realisiert. Außerdem wurden die Optionen für verschiedene Pinsel und Formen erweitert. Selbstverständlich ist „Paint 3D“ kein Ersatz für professionelle 3D-Software, ist aber definitiv ein interessanter Ansatz.

Für alle Gamer ist im neuen Release der sogenannte Game Mode integriert. Dieser soll in der Theorie für bessere Performance sorgen, indem er den Spielen die Hardware mit einer höheren Priorität zur Verfügung stellt als anderen Programmen. Ob und wie sich das in der Praxis auswirkt muss sich erst noch im Test beweisen, einen allzu großen Unterschied wird der Game Mode aber nicht machen, da viele Spiele mit DirectX 12 und Vulcan schon sehr nahe an der Hardware arbeiten können.

Alles in allem lässt sich sagen, dass die Änderungen des Windows 10 Creator Updates durchaus seine Berechtigung haben und auf Zuspruch stoßen werden. Insbesondere die neue Einstellungs-App und die Änderungen im Edge-Browser sind praktisch, da sie einige kleine Feinheiten mitbringen die die Navigation erleichtern. Insgesamt bewegt Microsoft damit ihr Betriebssystem in eine gute Richtung und mann kann nur auf weitere solche Updates hoffen.

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6 Kommentare

  1. Pingback: Windows 10: Die Neuerungen des Fall Creators Update – Line-Lan.net

  2. Pingback: Windows 2000 – Kann man es nach 17 Jahren noch benutzen? – Line-Lan.net

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